SP-Steuerung
Diese SERRA-Neuentwicklung regelt automatisch die optimale Geschwindigkeit durch das Holz, übernimmt elektronisch die Brettstärkeeinstellung und automatisiert den gesamten Sägevorgang.
Ausgezeichnet mit dem "KWF-Innovationspreis 2004"
Das 5,7 Zoll Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut lesbar.
Die Programme zur Positionierung
1. Absolutmaß
Es wird ein Wert eingegeben, zu dem nach Freigabe positioniert wird. Der Wert kann bereits während des Sägens eingegeben werden und wird erst wenn der Sägekopf wieder in der Ausgangsstellung ist frei gegeben und angefahren.
2. Einzelbrettprogramm
Vom Bediener wird eine Brettstärke eingegeben. Das Sägeblatt befindet sich z. B. gerade bei 330 mm und die eingegebene Brettstärke ist 35 mm. Jetzt addiert der Computer die Schnittfuge von z. B. 2,2 mm (kann bei jedem Sägeblatt extra eingegeben werden) und positioniert nach Freigabe auf 295,8 mm. Nachdem das Brett gesägt ist wird wieder um 37,2 mm niedriger positioniert als vorher. Die Toleranz kann ebenfalls eingegeben werden. Liegt diese bei 0,2 mm geht die Positionierung noch etwas schneller als bei 0,1 mm.
3. Kettenmaßprogramm
Hier rechnet der Computer aus wie viele Bretter von der eingegeben Brettstärke nach unten heraus gesägt werden können. Ein evtl. Rest wird angegebenen. Man kann die Menge der Bretter auch begrenzen und darüber eine andere Brettsorte eingeben.
Ein Beispiel:
Der Stamm liegt auf der bereits gesägten Fläche und der Schwarten wurde bei 400 mm abgesägt. Der Bediener möchte nun von unten 2 x 30 mm, 3 x 80 mm und darüber wieder 2 x 30 mm heraus sägen. Als Schnittfuge wurden 2 mm gewählt. Die Summe der Brettstärken ergibt 372 mm inkl. Schnittfuge. Am Display wird ein Rest von 28 mm auf 400 mm angezeigt. Nach Freigabe positioniert der Computer auf 372 mm und fährt dann alle gewünschten Maße ab.
4. Memoryfunktionen für Rückfahrt
Der Bediener positioniert den Sägekopf ein paar Zentimeter über dem Stamm und drückt die Memorytaste drei Sekunden lang. Er beginnt nun wie gewohnt zu sägen und drückt nach Austritt des Sägeblattes kurz die Memorytaste. Der Sägekopf positioniert nun auf die anfangs gemerkte Position und der Sägekopf kann zurück gefahren werden.
Wenn das Brett von einem Helfer vor der Rückfahrt abgenommen wird, drückt der Bediener statt der Memorytaste die x+y-Taste und das Sägeblatt positioniert nur 1 cm (Wert kann beliebig festgelegt werden) über dem gerade gemachten Schnitt.
Auf die Vorteile dieser beiden Funktionen schwören bereits viele Kunden.
Der Holzvolumenrechner
Von jedem Stamm wird die Länge und der Durchmesser eingegeben um das Volumen zu berechnen. Das Programm ordnet jedem Stamm eine fortlaufende Nummer zu. Zudem kann bei jedem Stamm eine andere Preiskategorie eingegeben werden (z. B. Einfachschnitt, Doppelschnitt, Hartholz, Sonderschnitte, etc.). Die Stämme werden einer frei wählbaren Auftragsnummer zugeteilt. Die Auftragsnummer entspricht dem Dateinamen der Datei, in der Liste in der die gesägten Stämme abgespeichert werden. Das Dateiformat ist .xls also eine Excel-Datei. Gespeichert werden die Daten auf einer CF-Karte, die entnommen werden kann und Zuhause zur Auftragsbearbeitung (Rechnung, etc.) mit Hilfe eines mitgelieferten Kartenlesegerätes am PC eingelesen werden kann. Viele PCs haben eine solches Kartenlesegerät bereits fest eingebaut.
Sinnvoll ist so eine Lösung für Lohnsäger. Oft ist es so, dass erst am Wochenende die Rechnungen geschrieben werden. Es gibt Serrianer, die während der Woche bei mehreren Kunden gesägt haben und keine Zeit zum Rechnungen schreiben gehabt haben. Am Wochenende können die Daten dann schnell und einfach auf den PC geladen werden. Das Holzvolumen ist bereits berechnet, die Rechnung kann zügig erstellt werden und es bleibt Zeit, das Wochenende zu genießen...
Der Automatikbetrieb
Für einige Serrianer ist der Automatikbetrieb sinnvoll. Er wird hauptsächlich für Furnier- oder Lamellenherstellung eingesetzt. Ein Säger kann dann gleich zwei Sägewerke bedienen. Ist der Stamm fertig vorgesägt und fixiert, wird das Programm gestartet und die Maschine sägt wie durch Zauberhand Brett um Brett ab. Durch das neue AVS wird immer die optimale Vorschubgeschwindigkeit gewählt.
Einsägeschutz und Joystick
Mit dem Joystick der Komfortsteuerung können sämtliche Funktionen während des Sägens mit einer Hand bedient werden (Heben/Senken, Vor/Zurück, Spänekasten öffnen, Blattführung und Vorschneider links/rechts, Vorschneider an, Drossel ein und Todmannschaltung/Freigabe für die nächste Positionierung).
Da der Joystick mit der neuen Positioniersteuerung kommuniziert ist es auch möglich den Vorschub zu sperren, wenn die Winkelanschläge höher stehen als das Sägeblatt. Ein Einsägen ins Eisen wird dadurch verhindert. Dies wird durch einen Hydraulikzylinder mit Wegstreckenmeßsystem für die Winkelanschläge ermöglicht. Die SPS-Steuerung erkennt sofort, wenn die Winkelanschläge höher stehen als das Sägeblatt und sperrt dann die Vorschubfunktion.
Bavaria SL-Serie
Bericht über SP-Steuerung in der Automotion






